Aus der Pflicht an der Tradition unseres Goldschmiedehandwerks

in der Stadt Weißenfels entstanden und diesem zur Ehre gewidmet.

 

 

 Goldschmiedemarken: neue Forschungsergebnisse Teil 1

Weißenfels verdankt seinen Namen der weißen Felsenmasse, dem Sandstein, der am Schlossberg zu tage tritt. Die Saale, die sich zwischen Naumburg und Weißenfels durch saftige Wiesen und zwischen buschwerk- und baumbestandenen Ufern  hinschlängelt, verlässt hier das Thüringer Becken und tritt in das Leipziger Tiefland ein. Das milde Klima gestattet bereits den Anbau der Weinrebe, und die Erzeugnisse sind besser als ihr Ruf. Die Weißenfelser Goldschmiede und ihre Marken sind in der bisherigen Goldschmiedeforschung kaum behandelt worden. Marc Rosenberg vermerkt in seinem Werk „Der Goldschmiede Merkzeichen“(1), dass in der Literatur mehrfach ein -W- als Beschauzeichen erwähnt wird, ohne jedoch den bildlichen Nachweis zu liefern, der hier erstmals vorgestellt werden kann.

Am 8. Oktober 1656 starb der sächsische Kurfürst Johann Georg I. Nach seinem testamentarischen Willen wurde Sachsen unter seinen vier Söhnen aufgeteilt. Sein erstgeborener Sohn, der Kurprinz Johann Georg II., erhielt die Kurwürde und u.a. den Leipziger-, Meißner- und Erzgebirgischen Kreis und die Mark Oberlausitz. Der zweitgeborene Sohn August, als Administrator des Erzstiftes Magdeburg, übernahm u.a. „die 4 Herrschaften und Ämter: Querfurth, Dame, Jüterbogk und Burg, so wie die thüringischen Ämter, Städte und Schlösser Sachsenburg, Ekkardsberga, Bibra, Freiburg, Sangerhausen, Langensalza, Weißensee, Sittichenbach, Heldrungen, Wendelstein und Weißenfels“.(2)

Nachdem durch die Ergebnisse des Westfälischen Friedens von 1648 (Ende des 30jährigen Krieges) feststand, dass ihm zwar der Besitz des Erzstiftes Magdeburg auf Lebenszeit garantiert war, aber seine Nachkommen nicht in Halle residieren konnten, erkor er Weißenfels zu seiner neuen Residenzstadt. Am 4. Juni 1680 starb 66-jährig Herzog August von Sachsen – Weißenfels kurz vor Vollendung des Weißenfelser Schlossneubaus auf der Moritzburg in Halle.

Die Regierung seiner Erblande ging an seinen am 2. November 1649 geborenen ältesten Sohn Johann Adolph I. Dieser zog mit dem gesamten Hofstaat am 18. August 1680 von Halle nach Weißenfels in das noch unfertige Schloss. Kurz darauf wurde die Weißenfelser Goldschmiede-Innung gegründet. Im Weißenfelser Stadtarchiv ist der Schriftverkehr ab 1684 zwischen dem Amt, dem Rat der Stadt und den Goldschmieden zur Innungsgründung vorhanden. Sie wurde von 4 Goldschmieden, Conradt Schönberger, Christian Babst, Hans Zacharias Finsinger und Johann Gottlob Bleymüller, gegründet und am 5.1.1694 vom Herzog Johann Adolph I. bestätigt. Die Innungsartikel von 1694 besaßen 21 Artikel.

 

 

 

Innungsartikel von 1694, Stadtarchiv Weißenfels, U 98

(1) Marc Rosenberg  „Der Goldschmiede Merkzeichen“, Frankfurt a.M., 1922-1928, lfd.Nr.4878

(2) Carl August Gottlieb Sturm, Chronik der Stadt Weißenfels, 1846, Seite 306-307 

 

Das noch vorhandene Innungsbuch der Goldschmiede von 1694 bis 1783 (3)

gibt lückenlos Aufschluss über das damalige Innungsleben. Nachfolgend einige Weißenfelser Meistermarken.
 

Stadtmarke von Weißenfels von 1683, auf einem Abendmahlskelch

 (dem sogenannten „Watzdorff-Kelch“) in der Kirche St. Marien in Weißenfels  

 

Meistermarke von Conrad Schönberger und Weißenfelser Stadtmarke, auf einem Abendmahlskelch 

 („Watzdorff-Kelch) in der Kirche St. Marien in Weißenfels, ca. 1683

 

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Johann Haußen, Abendmahlskelch,

Kirche Burgwerben bei Weißenfels, ca. 1697 - bis etwa 1710

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Johann Gottfried Bleymüller,

auf einem Abendmahls-kelch in der Steigraer   Kirche, ca. 1712

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Johann Gottfried Bleymüller,

auf einer Kanzeluhr im Museum Querfurt, ca. 1716

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke Johann Gottfried Meise,

auf einem Abendmahlskelch im Burgenlandkreis, ca. 1724

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Christian Babst,

auf einem Abendmahlskelch  in der Kirche St. Marien in Weißenfels, ca. 1680-1703

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Christian Babst,

auf einer Hostiendose, Kirche St. Marien in Weißenfels, ca. 1680-1703

 

Weißenfelser Stadtmarke und wahrscheinlich Meistermarke von  Christian Babst,

Taufkanne, Kirche St. Marien in Weißenfels, ca. 1681

 

Meistermarke (rekonstruiert) von Johann August Arnold,

nach einer Beschreibung einer Agende, ca. 1730  

  

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Johann Christoph Kobelius?,

auf einem Kerzenständer in der Jacobikirche in Sangerhausen, ca. 1713

 

Weißenfelser Stadtmarke und Meistermarke von Johann Gottfried Meise,

auf einer Patene in der Kirche zu Görschen/ Burgenlandkreis,  ca. 1720

 

 

Johann Adolf II. (1685-1746) war der fünfte und letzte Herzog von Sachsen-Weißenfels. Er wurde als jüngster Sohn seines Vaters Johann Adolf I. und seiner Mutter Johanna Magdalena von Sachsen-Altenburg (1656-1686) am 4. September 1685 in Weißenfels geboren und hatte eigentlich keine Aussichten, regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels zu werden.  Seit 1718 war er Generalfeldmarschall der sächsischen Armee. Er befehligte die sächsischen und böhmischen Truppen in den Schlesischen Kriegen. Am 29. Juni 1736 erhielt Johann Adolf II., in Karlsbad weilend, Nachricht vom Tod seines Bruders, „welche ihn zur schnellen Rückkehr nach Weißenfels veranlasste.“ (4) Den Weißenfelser Gold- und Silberschmieden wurden daraufhin am 29.07.1737 die überarbeiteten Innungsartikel bestätigt. Damit wurden sie dem am 16.8.1731 in Wien gegebenen und am 8.9.1732 in Weißenfels bekannt gewordenen kaiserlichen Mandat, angepasst.

 

(3) Stadtarchiv Weißenfels, AI 3757,  Handwerksrolle der Gold-

      und Silberschmiede

(4) Carl August Gottlieb Sturm, Chronik der Stadt

      Weißenfels, Weißenfels 1846, Seite 340

 

 

Innungsartikel von 1737, Stadtarchiv Weißenfels, U99

 

 

  

 

Namenliste Weißenfelser Goldschmiede und Lehrlinge bis ca. 1790 (5)

 

Ackermann, Christian Gotthart; Lehre 1721-1724

Angerstein, Julius; Lehre 1713-1719                                             

Arnold, August Theodor; geb.30.1.1795

Arnold I., Johann August; Lehre 1711-1715

Arnold II., Johann August; gest.20.2.1796     

Arnold, Johann Georg; erwähnt 1725 (6)         

Arnold I., Johann Theodor; geb.1728, gest.1797

Arnold II., Johann Theodor; Lehre 1769-1773

Babst (Pabst), Christian ; beerdigt 15.9.1703       

Babst (Pabst), Johann Christoph; geb.1697, gest.1741

Bartold (Barthel), Johann Gottlieb; Lehre 1716-1722

Bauch, Johann Gottlob; Lehre 1736-1742       

Bechmann (Bachmann), Melchior; erwähnt 1595

Bernhart, Johann Lehnhart; Lehre  1724-1729             

Beuer (Bauer), Johann Christian; Lehre 1702-1709

Billing, Christian Friedrich August; Lehre 1769-1773

Bittner, Paul George; Lehre 1704-1711           

Blanckenmüller, Hanß Philip; Lehre 1694-1699

Bleymüller, Johann Christoff; Lehre 1694-1697

Bleymüller, Johann Friedrich; geb.1715, gest. 1788

Bleymüller, Johann Gottfried; Lehre 1741-1746

Bleymüller, Johann Gottlieb; gest. 28.3.1700

Böhme, Anton August; Lehre 1777-1781       

Böhmer (Böhme), Emanuel; Lehre 1698-1705

Brager (Prager), Johann Gottfried; Lehre 1724-1731            

Bührer, Johann Carl, Meister seit 1714            

Bunzelius, Daniel Christoph (7);  Meister seit 1764

Burckhardt, Johann Christian; Meister seit 1704

Bürger, Johann Christian; Lehre 1708-1715  

Burgmüller, Anton Friedrich (8); Meister seit 1797

Dreße(n) (Troße), Christian Adam; Lehre 1694-1698

Dufft, Johann Christoph; Lehre 1730-1736     

Engelde (Engel), Johann Christian; Lehre 1768-1773

Finsinger, Johann Ehrenfried; Lehre ab 1714

Finsinger, Johann Zacharias; gest. 1735        

Friedrich, Johann Heinrich; Lehre 1703-1708               

Fromholt, Johann George  ; Lehre 1725-1729

Gerber, Johann Heinrich; Lehre 1708-1715    

Gerlitz (Gröbitz), Johann August; Lehre 1722 –6 Jahre

Griebenstein, Johann Adolph (9); gest. 17.12.1775

Gröbitz, Johann Caspar; gest. 10.4.1741

Grunemann, Christian Friedrich; Lehre 1692 –5 Jahre

Hangwütz, Christian Friedrich; Meister seit 1728

Haußen, Johann; Meister seit 1697   

Heber, Gottfried Ermann; Lehre 1723-1729     

Heideck, Caspar; erwähnt 1612                        

Hestern (Heftern), Johann Christian; Lehre bis 1716

Hoffmann, Christian; Lehre 1710-1716            

Hoffmann, Christian Wilhelm; Lehre 1713-1719

Hohln, Gottlieb David; Lehre 1774-1778      

Holzmann, Johann Adolph; Lehre 1776- 6 Jahre

Horn, Johann Friedrich; 1701 aus Lehre entlaufen

Hosemann, Martin; 1700 aus Lehre entlaufen  

Innigen (Junigen),Gottlob Friedr.; Lehre 1730 - 6Jahre

Jacobi, Christoph; Lehre 1689                          

Jungblut, Christian Friedrich; Lehre 1777-1782

Kauxdorff (I.), Johann Christian; (1625-1711)

Kauxdorff (II.), Johann Christian; Lehre 1720-1727

Kellermann, Johann Gottfried; Lehre 1771- 4 Jahre      

Kind, Friedrich August; Lehre 1770-1775       

Knabe, Christoff Ehrenfried; 1693 aus Lehre entlaufen

Knabe, Daniel; erwähnt 1638                             

Kratsch (Kertsch), Gottfried; Lehre 1709-1715

Kribel (Griebe), Christian Conrad; Lehre 1724-1728

Krieger, Johann Gottfried; Lehre 1722-1727

Kunze (Kuntze), Johann Erich; Lehre 1727 – 6 Jahre

Kunze (Kuntze), Johann George; Lehre 1693-1699

Löwer (Lewe), Johann Benjamin; Lehre 1702-1708

Marenholtz, Johann Georg; Lehre 1719 - 4 Jahre

Meise, Johann Georg; Meister seit 1720          

Metzner, August; Lehre 1716 – 6 Jahre           

Michaelis, Johann Christian; Lehre 1764-1769             

Mühlrath, Christoff Martin; 1714 aus Lehre entlaufen

Müller, Johann Christian (10); erwähnt 1738  

Oprey, Andreas (Oberreich, Johann Andreas); Meister seit 1772

Prager (Bracher), Ernst Friedrich; Lehre 1697-1703

Rammelt, Martin; Lehre 1698-1704                 

Ramisch(Ranisch), Christian Gottfr.; Lehre 1754– 5 Jahre

Rathen, Johann August; Lehre  1763- 6 Jahre

Reischke, Martin                ; Meister seit 1743 

Reinhart, Christian Gottfried; Lehre 1726- 4 Jahre

Richter, Johann Gottlieb; Lehre 1766-1770    

Römer, Carl Gustav (11); erwähnt 1807           

Rothe (Rode), Johann Carl; Lehre 1766-1770 

Sattler, Johann Friedrich; Lehre 1710-1716   

Schäfer, (Heinrich Joachim); Meister seit 1708              

Schenk, Johann Gottfried; Lehre 1772 – 6 Jahre

Schellbach (Hellbach), Franz; 1716 aus Lehre entlaufen

Schmidt, Christian Wilhelm; Lehre 1778 – 6 Jahre

Schmidt, Johann Conrad; erwähnt 1710

Schmidt, Johann; Lehre 1716-1719

Schönberger, Conrad; gest. 1696   

Schröder (Heröder), Friedr. August; Lehre von 1645

Schüller, Johann Daniel; Meister seit 1712     

Seitz(e), Christian August                ; Lehre 1783 - 6 Jahre

Springer (Spranger), Johann Gottfried; Lehre 1750

Teßmer, Paul Ferdinant; Lehre 1707-1714         

Tröger (Träger), Johann Gottlieb; Lehre 1753 - 5 Jahre              

Tümmel (Thümmel), Friedrich August; Lehre 1782

Urban, Johann Christian; Lehre 1766-1771     

Ursinus, Sebastian; erwähnt 1612                    

Virtel (Wirtel), Johann; Lehre 1691-1698      

Wagner, Johann Christoff; Lehre 1705-1711 

Walter, Christian Jacob; Meister seit 1745      

Weber, Christian Friedrich; Lehre 1762-1767 

Weber, Johann Christoff; erwähnt 1706

Wittenbecher, Johann Caspar; Lehre 1714-1719

Zimmermann, Christoph; Lehre 1709-1714

 

(5) Jens Fischer, Geschichte der Weißenfelser Goldschmiede,

      Teil 1, Selbstverlag, Weißenfels,2001

(6)1725 Pate im Taufregister der Kirche St. Marien in

    Weißenfels

(7) auch Pondselius, Punselius, Pundselius, Bondselius

(8) Sterberegister, Kirche St. Marien in Weißenfels, Buch 1800-

     1807, ohne Seitenangabe

(9) auch Griebstein, Kriebestein

(10) Stadtarchiv Weißenfels, Akte A I 1401 und Albert

       Schröder, Leipziger Goldschmiede aus fünf Jahrhunderten,

       Leipzig, 1935

(11) Sterberegister, Kirche St. Marien in Weißenfels, Buch

       1800-1807, ohne Seitenangabe

 

 

Nach dem Tod Herzog Johann Adolph II im 1746 fiel das Herzogtum Sachsen-Weißenfels als letztes der 3 Sekundogenituren an Chursachsen zurück. Aus der einstigen Residenzstadt wurde eine  Kleinstadt , in der die Gold- und Silberschmiede nur durch die territoriale Nähe zu Leipzig noch ausreichend Arbeit und Brot fanden. Ein anschließender Artikel über die Goldschmiedegeschichte  nach der Herzogszeit bis in die Gegenwart ist vom Verfasser geplant.

 

 

 

Kanzeluhr, Museum Querfurt, Inv.Nr: V 246 C

Meistermarke und Beschauzeichen von dem Weißenfelser Goldschmied

Johann Gottfried Bleymüller, 1716 auf Kanzeluhr

  

 

Liste der selbständigen Goldschmiedemeister  in der Stadt Weißenfels (bis ca. 1784)

Stand 23.7.2001

 

                                                               geboren                 gestorben             Meister seit         

Arnold I., (Johann) August                                              3.4.1777 (16)?        1722

Arnold II., Johann August                                               20.2.1796                1757

Arnold, August Theodor                  30.1.1795                                               1817 (17)

Arnold I., Johann Theodor               8.3.1728                 17.1.1797                 1753

Arnold II., Johann Theodor                                                                             1784 (17)

Babst, (Pabst) Christian                                                    15.9.1703 (16)        1694 (18)

Babst, (Pabst) Johann Christoph                                                                    1722

Billing, Christian Friedrich August 20.7.1754               31.12.1813             1778

Bleymüller, Johann Gottlieb                                           28.3.1700 (16)        1694 (18)

Bleymüller, Johann Friedrich                                          1.9.1788 (16)          17(42?)

Bleymüller, Johann Gottfried                                          22.1.1718               1707

Bührer, Johann Carl                                                                                         1714

Burckhardt, Johann Christian                                                                        1704

Finsinger, Johann Zacharias                                           7.5.1755                 1694 (18)

Gröbitz, Johann Caspar                                                    10.4.1741               1733

Hangwütz, Christian Friedrich                                                                         1728

Haußen, Johann                                                                                                1697

Jacobi, Christoph                                                               30.1.1705               1702

Kauxdorff II., Johann Christian                                       30.5.1746               1736

Krieger, Johann Gottfried                                                4.6.1756                 1743

Kunze (Kuntze), Johann Georg                                                                       1709

Meise, Johann Georg                                                                                        1720

Ponselius (19), Daniel Christoph                                                                    1764

Prager(Brager), Johann Gottfried                                     20.11.1775 (16)      1742

Reischke, Martin                                                                                              1743

Schäfer, Heinrich Joachim                                               (vor 1723)               1708

Schönberger, Conrad                                                       4.6.1699 (16)          1694 (18)

Schüller, Johann Daniel                                                                                  1712

 

Grundlage dieser Zusammenstellung : Handwerksrolle der Gold- und Silberschmiede-Innung zu Weißenfels –1694-1783. (20)  In dieser Zeitspanne sind die Meister und Lehrlinge lückenlos aufgeführt. Alle Angaben nach 1783 stützen sich auf hiesige Kirchenregister und das Weißenfelser Bürgerbuch (21) als Quelle.

 

(16) beerdigt

(17) Bürgerecht seit

(18) seit Innungsgründung 1694

(19) auch Punselius, Pundselius, Pundseelius, Bonselius, Bunselius

(20) vergl. Stadtarchiv Weißenfels, Akte A I 3757; Transkript: Fischer, Jens, Handwerksrolle der Gold- und

       Silberschmiede-Innung zu Weißenfels –1694-1783, Selbstverlag, Weißenfels 2000, ohne Seitenangabe

(21) Bürgerbuch der Stadt Weißenfels von 1558 bis 1852, Verlag Degener & Co, 1978

 

Jens Fischer (38 Jahre) führt seit 1990 in Weißenfels eine Goldschmiede und ist Vorstandsmitglied der Gold- und Silberschmiede-Innung  Sachsen-Anhalt/ Kammerbezirk Halle/S. Seit 1995 befasst er sich mit der Weißenfelser und Naumburger Goldschmiedegeschichte. In diesem Zusammenhang veröffentlichte er 2001 ein Buch über die Geschichte der Weißenfelser Goldschmiede, Teil1 (bis etwa Ende des Herzogtums Sachsen-Weißenfels). Durch seine Recherchen entdeckte er u.a. die alte Goldschmiedelade der Weißenfelser, Naumburger und Zeitzer Goldschmiede, das Innungssiegel der Weißenfelser und das der Naumburger Goldschmiede wieder.

 

 

Abb. Abendmahlskelch Silber, Burgwerben bei Weißenfels

mit Weißenfelser Stadtmarke und Meisterzeichen -IH- (ca. 1710)

 

 

 

Abb. Altartuch aus rot-violetten Samt mit Auflagen aus

getriebenem Silberblech, teilweise vergoldet, 1716 vom

Weißenfelser Goldschmied Johann Haußen anlässlich der

Neuweihe der Burgkirche in Querfurt gefertigt